Thomas Sommer

9 Gründe, warum du ein Freebie brauchst!

Gastbeitrag von Thomas Sommer

Fragst du dich, was es mit Freebies auf sich hat? Oder was ein Freebie überhaupt ist? Und warum du ein Freebie haben solltest, wenn du deine Angebot – wie einen Online-Kurs – auch online vermarkten möchtest?

Freebies sind kleine digitale Produkte, die sich interessierte Personen kostenlos von deiner Website downloaden können. Du könntest auch „Werbegeschenk“ dazu sagen.

In den meisten Fällen musst du dafür nur deine E-Mail-Adresse eintragen und das Freebie gehört dir. Was es mit dem „Tausch“ E-Mail-Adresse gegen Freebie auf sich hat, erfährst du in diesem Artikel. Und noch 8 weitere Gründe, warum auch du ein Freebie auf deiner Website anbieten solltest!

Bist du bereit? Dann lass uns gleich beginnen!

1. Das Prinzip der Gegenseitigkeit (Reziprozität)

Wenn wir etwas geschenkt bekommen, haben wir das Bedürfnis, etwas Gleichwertiges zurückzugeben. Können wir diese „Schuld“ nicht begleichen, haben wir ein schlechtes Gefühl.

Wir denken aber nicht bewusst darüber nach. Vielmehr geschieht es ganz unbewusst!

Mit deinem Freebie machst du interessierten Personen ebenfalls ein Geschenk. Das sie irgendwie ausgleichen möchten. Und wenn es „nur“ mit ihrer Aufmerksamkeit ist, die sie deiner Werbebotschaft oder deiner Website schenken. Aufmerksamkeit, die du ansonsten vielleicht nie bekommen hättest.

Was hat jetzt aber die E-Mail-Adresse damit zu tun?

2. Listenaufbau

Mittlerweile überfluten Newslettern und Werbemail unsere E-Mail-Eingänge. Darum funktionieren die Trage-dich-in-meinen-Newsletter-ein-Formulare auch nicht mehr besonders gut.

Vielleicht kennst du das ja auch von dir selbst, dass du dich nicht mehr „einfach so“ in einen Newsletter einträgst.

Aber wie kommst du nun einfach an die E-Mail-Adressen von potenziellen Kunden?

Indem du ihnen ein Freebie anbietest. So haben interessierte Personen das Gefühl, eine Gegenleistung für die Eingabe ihrer E-Mail-Adresse zu bekommen. Sie tragen sich also nicht für irgendeinen Newsletter ein. Sondern sie fordernd dadurch ein ganz spezifisches Produkt an.

Und sie können gleichzeitig die entstandene Schuld für das „Gratis-Geschenk“ ausgleichen. Das Prinzip der Gegenseitigkeit ist erfüllt!

Darum kannst du mit einem Freebie-Prozess auch wirkungsvoll deine E-Mail-Liste vergrößern.

Nun könntest du anmerken, dass du ja schon zahlreiche Kontakte, Abonnenten oder Fans in den sozialen Medien hast. Ja, ein Like auf Facebook und Co ist super. Aber ändert sich die Reichweite oder Benutzerstruktur der jeweiligen Plattform, so verlierst du mitunter wertvolle Kontakte. Eine E-Mail-Adresse in deiner Liste kann dir aber niemand wegnehmen – außer die Personen tragen sich selbst wieder aus.

Aber aufgepasst: Streng genommen ist dieser kostenlose Tausch in Verbindung mit einem Freebie datenschutzrechtlich (DSGVO) aber gar nicht erlaubt! Denn der Kunde „bezahlt“ ja mit seiner E-Mail-Adresse anstatt mit Geld. Es ist also gar nicht kostenlos. Eine Lösung wäre, dass du neben dem „kostenlosen“ Download (Tausch gegen die E-Mail-Adresse) auch eine Bezahl-Möglichkeit anbietest. Viel üblicher ist aber der Umweg, dass sich interessierte Personen in deinen Newsletter eintragen. Und dann das Freebie als Dankeschön bekommen. Es ist einfach eine Frage der Formulierung. 😉

3. Möglichkeit zum Verkauf von Mini-Produkten

Dieser Freebie-Prozess ist auch eine super Weg, um kleine Produkte (unter 50 Euro) zu verkaufen. Wie das funktioniert? Ganz einfach …

Fordert jemand über ein Formular dein Freebie an, wird sie oder er nach dem Klick auf den Button automatisch auf deine Bestätigungsseite weitergeleitet. Auf dieser beschreibst du, was als nächstes zu tun ist, damit das Freebie auch wirklich ankommt. Also die Sache mit der Bestätigung der E-Mail-Adresse (Double-OptIn).


Diese Bestätigungsseite kann aber noch viel mehr: Du kannst hier auch ein kleines Angebot präsentieren!

Weil die Besucher über dieses Angebot stolpern wie über einen Stolperdraht, wird es auch Tripwire-Angebot genannt.

Dabei kommen zwei psychologische Trigger zum Tragen – sofern das Angebot auch wirklich günstig ist.

Zum einen das bereits bekannte Prinzip der Gegenseitigkeit. Ist der subjektive Wert des Freebies entsprechend hoch, ist mit dem Tausch der E-Mail-Adresse die gefühlte Schuld noch nicht beglichen. Sehr wohl aber mit dem Kauf des günstigen Mini-Produktes.

Zum anderen schwächt der geringe Preis die Kaufhemmung. Wie bei den kleinen Süßigkeiten an der Supermarkt-Kassa. „So teuer ist es ja nicht, das nehm‘ ich gleich mit!“

So kannst du nicht nur eine neue E-Mail-Adresse einsammeln, sondern gleichzeitig auch ein paar Euro verdient. Bewirbst du dein Freebie durch Social-Media-Werbung, kannst du die Werbung auf diesem Weg (zum Teil) finanzieren! Ganz schön schlau, oder?


Gleichzeitig machst du interessierte Personen zu Kunden. Somit ist die Schwelle viel geringer, weitere Produkte von dir zu kaufen!

4. Expertise-Beweis

Zudem kannst du potenzielle Kunden von deiner Expertise überzeugen. Mit deinem Freebie zeigst du, was du kannst, was dein Fachgebiet ist und worin du wirklich gut bist!

Und zwar viel wirkungsvoller, als wenn du es deinen Kunden in einem Verkaufsgespräch oder (offensichtlicher) Werbung „beweisen“ müsstest.

5. Vorgeschmack

Du zeigt damit aber nicht nur deine Expertise. Sondern du kannst ihnen auch gleich einen Vorgeschmack auf dein Angebot machen.

Indem du eben nicht irgendein beliebiges oder wirkungsvolles Freebie bietest. Sondern einen Teilschritt aus deinem Prozess oder deiner Methode als Freebie anbietest. So bietest du ihnen nicht nur eine kleine Teil-Lösung. Sondern du kannst ihnen auch gleichzeitig einen Einblick geben, wie du arbeitest. Und subtil auf das große Ergebnis und dein großes Produkt hinweisen.

Anmerkung: Freebie ist nicht gleich Freebie – je nach Freebie-Typ und Zielgruppe funktionieren bestimmte Freebies besser als andere.

6. Persönlichkeit zeigen

Dein Freebie sollte aber nicht nur ein kleines Problem deiner Zielgruppe lösen. Sondern auch deiner Persönlichkeit entsprechen.

Durch dein Design, dein Wording und die verwendeten Fotos zeigst du auch etwas von deiner Persönlichkeit. Bist du knalling-bunt-extrovertiert oder eher ruhig und still? Bist du klar und schlicht oder verspielt und mit Bling-Bling?

Schlussendlich kannst du dich in deinem Freebie auch kurz vorstellen: Wer bist du? Wie tickst und arbeitest du? Was ist dir dabei wichtig?

7. Beziehungsaufbau

Wenn du mit deinem Freebie ein wirkliches Problem löst und bewusst deine Persönlichkeit zeigst, kannst du eine Beziehung aufbauen.

Du bist nicht nur irgendein Freebie-Anbieter, sondern hast ihnen wirklich weitergeholfen. Du positionierst dich als „Freund“, als hilfreicher Experte auf deinem Gebiet. Die interessierten Personen werden zu begeisterten Nutzern und schließlich zu Kunden oder sogar Fans.

8. Reichweite aufbauen

Hast du ein wirklich hilfreiches Freebie, so wird es auch in den sozialen Medien oder in unterschiedlichsten Blogs weiterempfohlen.

Mit dem Ergebnis, dass du ohne viel Aufwand deine Reichweite und Bekanntheit ausbauen kannst – und dich auch gleichzeitig als Experte auf deinem Gebiet positionieren kannst.

9. Subtile statt offensichtliche Werbung

Es gibt kaum einen Platz im Internet, an dem wir nicht mit Werbung bombardiert werden. Je offensichtlicher diese Werbung ist – also klar als Werbung erkennbar ist – desto mehr blenden wir diese (unbewusst) aus.

Mit einem Freebie kannst du hingegen subtil auf deine Persönlichkeit, deine Lösung und dein Angebot hinweisen. Und interessierte Personen neugierig auf mehr machen. Du erreichst so viel mehr, als wenn du „nur“ Werbung machen würdest!

Fazit

Freebies sind im Online-Marketing nicht mehr wegzudenken. Aber nicht, weil sie eine Trend-Erscheinung sind. Sondern weil sie wirklich wirkungsvoll sind!

Und viel mehr können, als nur E-Mail-Adressen einzusammeln. Du kannst mit deinem Freebies potenzielle Kunden von mit deiner Persönlichkeit und Expertise begeistern – und von deinem Angebot überzeugen. Und durch einen Einblick in deine Methode bzw. deinen Prozess auch noch „nebenbei“ ganz subtil Werbung für dich und dein Angebot machen.

Damit ein Freebie aber funktioniert, muss es ein tatsächliches Problem deiner potenziellen Kunden lösen – und dazu musst du deine Zielgruppe wirklich gut kennen!

Thomas Sommer

Thomas Sommer ist Marketing- & Mindset-Coach. Er unterstützt stille Experten dabei, ihre Persönlichkeit zu entdecken und ihr Marketing so umzusetzen, wie es für sie stimmig ist! Mit einer Positionierung, die zu ihrer Persönlichkeit und Expertise passt. Und genau dem Personal Branding und der Kommunikation, die der eigenen Persönlichkeit entspricht.

www.schlaues-marketing.at

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