Onlinekurs-Technik

Onlinekurs-Technik: Meine 12 Tipps für easy Tools

Meine grösste Hürde bei der Erstellung eines Onlinekurses ist die Technik:
Welche Programme benötige ich, um Videos und Audios zu erstellen bzw. zu bearbeiten? Wie stelle ich meinen Kunden die Inhalte zur Verfügung? Wie kann die Bezahlung abgewickelt werden?…”

So geht es vermutlich jeder Onlinekurs-Macherin in spe! 😉

Daher möchte ich dir in diesem Artikel 12 Tools ans Herz ❤️ legen, die dir bei der Auswahl der richtigen Technik helfen wollen.

Vorab: Welches Tool passt eigentlich zu deinem Onlinekurs?

Das wichtigste, das du bei der Tool-Auswahl wissen solltest:

Es gibt nicht nur DEN einen Onlinekurs-Typ und DAS richtige Tool dafür!

Aber damit du die für DICH richtigen Programme auswählen kannst, möchte ich dir vorher noch einige entscheidende Fragen stellen:

  • Was braucht mein Kunde überhaupt? 🧑👩🏻
    Bringt mein Kunde spezielle Anforderungen mit, die ich bedenken muss?
    👉🏻 Beispielsweise könnten deine Wunschkundinnen Mütter sein, die in der Regel sehr wenig Zeit haben und dankbar sind, sich nebenbei Audios anhören zu können.
  • Wo steht mein Kunde gerade? 📍
    Ist er noch ganz neu in dem Thema und braucht daher mehr Möglichkeit zum Austausch oder benötigt gar ein betreutes Programm? ​​
  • Welches Ziel soll mein Kunde am Ende erreichen? 🏁
    Und wo will er hin: Soll er einfach mehr wissen oder soll er das neue Wissen auch anwenden können?​ Vielleicht wird er am Ende sogar eine grössere Transformation gemeistert haben…
    👉🏻 Merke: Um so grösser die Auswirkung deines Kurses auf das Leben der Kursteilnehmer, um so mehr Betreuung benötigen sie in der Regel.
  • Wofür eignet sich das Thema eigentlich? 💻
    Behandelt dein Onlinekurs vielleicht ein Thema, das für eine ganz bestimmte Technik spricht? ​
    👉🏻 Ich lese immer wieder von Lerntypen und dass zum Beispiel ein auditiver Lerntyp unbedingt Audios zum Hören braucht, um zu lernen.
    Das ist totaler Quatsch! ❌ Seit der neuesten Gehirnforschung weiß man, dass das nicht stimmt. Und eigentlich ist es ja auch klar: Wenn der Schüler eines Schwimmlehrers noch so drauf besteht, ein auditiver Lerntyp zu sein, könnte das Seepferdchen ne harte Nuss werden​… 🤷🏻‍♀️😂
  • Wie passt dein Onlinekurs zu deinem Business? 🖥️👔
    Möchtest du möglichst viel automatisieren und bist dafür bereit, von deinen Einnahmen etwas für Technik-Anbieter (z.B. Plattformen, Zahlungsanbieter) zu investieren?
    Oder möchtest du kostensparend sein und vieles selbst machen – auch wenn es zeitintensiv ist (z.B. den Kurs auf der eigenen Website einbinden, die Rechnungen selbst erstellen)?
    👉🏻 Mein Tipp: Versuche so viel wie möglich automatisiert einzurichten – denn so kannst du am besten wachsen ohne dass du graue Haare von den Nachtschichten bekommst! 👵🏻

Wie du siehst, nicht alle Tipps aus der Liste sind für dich überhaupt relevant.​… Schau also mal rein und pick die für dich sinnvollsten Tools heraus!

Übrigens ist die Liste keine vollumfängliche Auswahl, sondern beinhaltet meine persönlichen Empfehlungen und die wohl beliebtesten Tools im Online Business. ❤️

1. Tools für die Erstellung von Onlinekursen

Du hast eine grosse Auswahl von Medien, die dein Wissen an deine Kursteilnehmer überbringen:

Du kannst persönliche Videos 📹 von dir erstellen oder aber auch den Bildschirm abfilmen: z.B. in dem du in einer Software zeigst, wo man klicken muss oder du gehst eine Präsentation durch. Klar, beides kombiniert geht natürlich auch. 🤩
Vielleicht macht es aber auch Sinn, dein Wissen mit Audios 🎙️ weiterzugeben.
Und in reiner Textform 📑 können Workbooks, Checklisten u.ä. sehr hilfreich für deine Teilnehmer sein.

📹 Videos:

Loom

Eins meiner absoluten Lieblingsprogramme! 💖

Mit Loom kann man sich selbst sowie Screencasts vom Bildschirm aufzeichnen (z.B. ein Programm zeigen oder eine Präsentation). Ausserdem kann man auswählen, ob sogar beides kombinieren möchte. Dabei ist das Bild der Kamera in verschiedenen Größen wählbar und wird rund angezeigt – macht optisch finde ich richtig was her! 😍😍😍
Und Loom bringt ein cooles Zusatz-Gimmik mit: Anstatt eine riesige Datei zum Teilen versenden zu müssen, kann man einfach einen Link zum aufgenommenen Video schicken! (Das kann super hilfreich sein, wenn man beim Support einem Teilnehmer mal schnell eine Funktion in einem System erklären möchte).

Kosten: Loom ist kostenlos für Videos bis 5 Minuten (💡 länger sollten Videos übrigens eh nicht sein, weil das Gehirn sonst überfrachtet ist – sehen wir es also als gut gemeinten Hinweis! 😉) Mit der kostenlosen Variante kann man keine Videos bearbeiten, aber ab 8$/Monat gibt es mehr Funktionen und unbegrenzte Aufnahmen.
https://www.loom.com/​

Zoom

Neben dem Telefonieren, kann man mit Zoom auch Videos aufzeichnen.
Man kann also nicht nur wunderbar Interviews führen und gleich mitschneiden, sondern auch sich selbst filmen oder seinen Bildschirm. Oder beides. 😃

Sehr lässige Funktion in Zoom: Greenscreen. Unter Einstellungen > Hintergrund & Filter kann man ein Hintergrund-Bild oder -Video wählen bzw. hochladen.
Statt einer unaufgeräumten Küche im Hintergrund, kann man sich so in eine lässige Penthouse-Wohnung beamen. ✨🤩🦄 (Wichtig ist dabei nur, dass die Beleuchtung stimmig ist, sonst wirkt es schnell künstlich.)

Kosten: All diese Funktionen sind kostenlos nutzbar – möchte man Zoom darüber hinaus nutzen, kostest es 150$/Jahr (siehe unten bei Teilnehmer-Betreuung).
https://zoom.us/

🎙️ Audios:

Audacity

Ein einfach zu bedienender, mehrspuriger Audio-Recorder und Editor. Audacity verfügt auch über verschiedene Effekte und Bereinigungstools.
Es ist das beste kostenlose Programm, das ich gefunden habe, um Audios wie z.B. Meditationen aufzunehmen oder Texte einzusprechen.
https://www.audacity.de/

📽️ Videos bearbeiten:

Camtasia

Wer nicht noch ein zusätzliches Tool möchte, kann statt Audacity für die Audio-Aufnahme auch z.B. Loom oder Zoom nutzen und später in Camtasia unkompliziert die Tonspur trennen.

Ansonsten ist Camtasia ein geniales Tool für Windows und Mac OS, mit dem man ganz einfach professionell aussehende Videos erstellen kann: Aufnehmen, Editieren, Zoom-in/out, Text oder Logo ergänzen und viele weitere Möglichkeiten.
Ich habe schon einige kostenlose Programme ausprobiert, aber das beste Ergebnis in der kürzesten Zeit hatte ich mit Camtasia.

Kosten: etwa 230€ (Einmalzahlung) – Tipp: vorher Testversion nutzen!
https://www.techsmith.de/camtasia.html

Kennst du mein Freebie 🎁schon?

👉 Im Begrüssungsvideo kannst du dir das Ergebnis des Ringlichts und der Softboxen anschauen… 😉

In meinem kostenlosen Video-Minikurs “In 3 Schritten zum unschlagbaren Onlinekurs-Thema” erfährst du:

  • wie du den Kaufknopf im Gehirn deines Kunden drückst
  • was einer der häufigsten Fehler bei der Benennung von Onlinekursen ist
  • wie du deinen Titel so formulierst, dass er unwiderstehlich ist!

Sobald du mal einen Namen für deinen Onlinekurs gefunden hast, kommt plötzlich etwas in Bewegung und du bist mittendrin auf deiner Reise zum eigenen Onlinekurs! 🤩✨

Hier gehts zur Anmeldung…

iMovie

Ist ein kostenloses Videoschnittprogramm, das standardmässig mit jedem Mac mitgeliefert wird und seit über 20 Jahren treue Dienste leistet.
Eine entsprechende App dazu fürs iPhone gibt es natürlich auch… 📱
https://www.apple.com/de/imovie/

Windows Movie Maker

Dieser Klassiker ist die Videoschnittsoftware von Microsoft. Das Programm, das grundlegende Funktionen zum Erstellen von Filmen und Musik bietet, kann als Teil des Windows-Essentials-Pakets über die Microsoft-Website kostenlos bezogen werden.
https://www.pc-magazin.de/download/windows-movie-maker-microsoft-555643.html

📑 Präsentationen und Workbooks:

Canva

Für die Erstellung von Texten und Präsentationen kann man Word / Powerpoint auf Windows oder Pages / Keynote am Mac nutzen. Muss man aber nicht. 🙃

Seit es Canva gibt, kann man alles viel unkomplizierter und vor allem optisch ansprechender erstellen. Canva ist wohl eins der intuitivsten und schnell erlernbarsten Tools, die ich kenne. ❤️ (Ich liebe es – obwohl ich ein Powerpoint-Pro bin, nutze ich nur noch Canva!)

Du kannst Grafiken, Präsentationen, Poster, Dokumente und viele weitere visuelle Inhalte erstellen. Dafür gibt es unzählige Vorlagen und eine riesige kostenlose Bilddatenbank.

Neuerdings kann man mit Canva übrigens auch das gleiche machen wie mit Loom (wenn auch mit etwas weniger Funktionen): 🤩🤩🤩 Du kannst eine Präsentation aufnehmen mit rundem Bild von dir im Eck und per Link verschicken! (Wähle dafür als Vorlage eine Präsentation, klick auf die 3 Punkte rechts oben und dort auf den 3. Button “Präsentieren und aufnehmen”…)

Kosten: die kostenlose Version bietet schon unglaublich viel und mit 13$/Monat kann man noch viel, viel mehr coole Sachen machen! 🤩😍
https://www.canva.com/

2. Tools zur Durchführung deines Onlinekurses

🚐 Auslieferung:

Du kannst den Kurs auf deiner eigenen Website hosten oder auf einer externen Plattform:

Digimember

Es gibt viele Plugins, um einen Onlinekurs auf der eigenen Website anzubieten. Eins der etabliertesten ist wahrscheinlich Digimember.

Zwar gibt es eine kostenlose Version, aber die Pro-Variante ist mit 37€/Monat günstiger als der ein oder andere Plattform-Anbieter.

☝🏻 Bedenke aber hier bitte, dass die Wartung in deiner eigenen Hand liegt (- es kann Nerven kosten, wenn etwas nicht mehr funktioniert, aber die Kursteilnehmer mit den Hufen scharren​…)
https://digimember.de/

Elopage

Mit Recht eine der gängigsten Plattformen. Ich mag, dass man das Branding sehr schön anpassen kann und dass es ein deutscher Anbieter ist (das ist z.B. beim Thema Datenschutz relevant).

Für 49€/Monat bietet Elopage unbegrenzte Kurse und Kursteilnehmer. Die Zahlungsabwicklung ist praktischerweise integriert (Kosten: 3,9 % Elopage-Gebühren + 0,25 €)​.
https://elopage.com/

🙌🏻 Teilnehmer-Betreuung:

Reine Selbstlernkurse sind zwar für den Anbieter praktisch, aber manchmal sind sie ungeeignet für das Thema oder das Ziel und die Zielgruppe.

Für die Betreuung der Kursteilnehmer gibt es viele Möglichkeiten, die gängigsten sind diese beiden:

Zoom

Das Tool kennen wir doch schon! 😉 Es ist ideal für Coaching- oder Q&A-Calls für Teilnehmer.

Hierzu braucht man aber die bezahlte Variante für 150$/Jahr, sonst ist nach 40 Minuten Schluss (bei mehr als 2 Teilnehmern).

Facebook-Gruppe

Eine sehr häufige Variante (und sicher nicht nur weil sie kostenlos ist), um neben dem Beantworten von Fragen auch den Austausch unter den Teilnehmern zu fördern und sie damit zu motivieren, ins Tun zu kommen und dranzubleiben​.
https://www.facebook.com/groups/create/

3. Tools zur Zahlungsabwicklung

Meine Empfehlung liegt hier ganz klar bei Digistore oder Elopage, denn die US-amerikanischen Anbieter haben häufig Probleme mit der EU-MwSt.

Digistore24

Digistore ist ein sehr innovatives deutsches Unternehmen, das neben der Zahlungsabwicklung auch Angebote wie Affiliate-Programme hat.

Praktisch ist auch, dass es automatisch die richtige Steuer auswählt, wenn sich dein Kunde beispielsweise im Ausland befindet.
https://www.digistore24.com/

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen und mein Blogartikel hilft dir bei der Auswahl deiner Tools. 💖💻

📌Merke: Keine Entscheidung ist für Ewig – die Tools wachsen auch mit deinem Erfolg mit. Am Anfang verwendet man häufig noch günstigere, simplere Tools, vielleicht auch kostenlose​.

Mein Tipp:​

  • Kauf die Tools am besten erst, wenn du sie wirklich brauchst. ​
  • Nutze Testversion, um zu probieren, wie gut du damit klarkommst.

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